Was hat das mit mir zu tun?
Als pädagogische Antwort auf die Anforderungen, denen wir uns durch die Globalisierung aller Lebensprozesse stellen müssen, entstand das Konzept des Globales Lernens im Rahmen der Weiterentwicklung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
Globales Lernen stellt eine Verbindung zwischen weltumspannenden Zusammenhängen und dem eigenen Leben her. Es gibt Antworten auf die Frage „Was hat das mit mir zu tun?“ und zeigt Möglichkeiten auf, sich aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen. Das Ziel Globalen Lernens ist es seitdem, gemeinsame Wege zu finden, um unsere Welt lebenswert zu erhalten.
Dabei werden auch die positiven Entwicklungen der Globalisierung betrachtet:
- neue Wege der Kommunikation
- bessere Lebensbedingungen
- kultureller Austausch
Durch das Leben im „globalen Dorf“ ergeben sich neue Lernprozesse, die der Ausbildung individueller und kollektiver Handlungskompetenz helfen und Freude, Freundschaften und Solidarität fördern. Globales Lernen ist prozessorientiert und unterstützt das Lernen voneinander auf Augenhöhe. Die Methoden des Globalen Lernens zielen auf einen ganzheitlichen Zugang und ermöglichen Lernen mit allen Sinnen durch Bilder, Geschichten, Gegenstände und gemeinsames Tun.
Wie setzt BtE Globales Lernen um?
Bei Bildung trifft Entwicklung (BtE) kann man Globales Lernen verständlich, lebensnah und partizipativ erfahren und gestalten. Mit unserem Bildungsangebot und unseren Materialien:
Unser Bildungsangebot bringt Menschen in den Formaten learn / chat und act die Themen des Globalen Lernens näher. In den Bildungsveranstaltungen stellen die Referent*innen unterschiedliche Sichtweisen kontrovers dar und regen zum Diskutieren an. So werden das Bewusstsein für Denk- und Verhaltensmuster geschärft und Kompetenzen entwickelt, die bei der Bewältigung des heutigen Alltags helfen. Teilnehmende reflektieren ihre Rolle in einer globalisierten Welt und entwickeln eigene Handlungsoptionen.
Dabei folgt das Bildungsangebot in seinem didaktischen Ansatz den Prinzipien der politischen Bildung, die im „Beutelsbacher Konsens“ aufgestellt werden. Die Teilnehmenden werden außerdem befähigt, sich aktiv an politischen Prozessen für eine zukunftsfähige Entwicklung zu beteiligen.
Bei der Auseinandersetzung mit Globalem Lernen begegnet BtE-Referent*innen der Begriff der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Den zentralen Rahmen für die Arbeit bei und mit BtE stellt das 2021 aktualisierte BMZ-Konzept „Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit“ dar.
Unsere Materialien wurden als Grundlagen für die Bildungsarbeit unserer Referent*innen für ihre Bildungsarbeit im Globalen Lernen und für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit entwickelt.
Digitale Medien für Globales Lernen nutzen
Das Internet und die Sozialen Medien tragen wesentlich zum heutigen Informationsaustausch und zur Kommunikation weltweit bei. Im BtE chat werden vertraute Kommunikationskanäle wie Messenger und Video-Calls für Globales Lernen genutzt. Unterstützt von qualifizierten Bildungsreferent*innen wird das Klassenzimmer zu einem virtuellen Begegnungsraum, in dem sich Menschen verschiedener Länder zu globalen Themen und Fragestellungen zur Gestaltung einer gerechten Zukunft austauschen.
Der virtuelle Austausch macht internationale Verflechtungen und globales Miteinander für alle Beteiligten unmittelbar erfahrbar. Die Teilnehmenden können Perspektiven wechseln und sich diskriminierungssensibel positionieren. Zugleich vertiefen sie ihre Handlungs-, Sprach- und Medienkompetenz. Auch bei BtE learn und act werden digitale Medien verstärkt eingesetzt. Zum Beispiel als digitales Quiz oder zum Einholen von Feedbacks.