BtE und JE Berlin Brandenburg

Bildung trifft Entwicklung und Junges Engagement in Berlin und Brandenburg sind bei Engagement Global in Berlin angesiedelt. Seit 1985 besteht eine Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die eine Lehrerin zur Bildungsstelle abgeordnet hat.

Sie sind eine Schule oder außerschulische Einrichtung in Berlin oder Brandenburg? Sie haben Interesse an Bildungsveranstaltungen des Globalen Lernens? Dann wenden Sie sich an BtE Berlin Brandenburg / Schulprogramm Berlin.

Links: Besprechungsrunde mit einer Weltkarte im Hintergrund. Rechts: Tanzende Menschen.

Unsere Bildungsreferentinnen und -referenten berichten von persönlichen Erfahrungen aus dem Globalen Süden, arbeiten aber auch zu Themen wie Nachhaltigkeit, Sustainable Development Goals, kurz SDG und Fairer Handel.

Viele weitere Themen können Sie in Ihren Bildungsveranstaltungen mit BtE behandeln:

  • Ernährung
  • Musik in aller Welt
  • Entwicklungszusammenarbeit / Arbeiten im Projekt
  • Fairer Handel / Weltwirtschaft
  • Flucht und Asyl / Migration
  • Frieden und Konfliktbewältigung
  • Gesundheit
  • HIV und Aids
  • Gender / Geschlechtergerechtigkeit
  • Klima und Klimawandel / Energie / Wasser
  • Interkulturelles Lernen / Werte im Vergleich / Vorurteile / Stereotype
  • Kinderrechte / Kinderarbeit
  • Kinderspiele
  • Menschenrechte / Demokratieförderung / Good Governance
  • Nachhaltige Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals, kurz SDG / Regenwald / Ökosysteme
  • Religionen im Vergleich
  • Schule anderswo
  • Städtische Entwicklung / (Öko-)Tourismus
  • Umwelt / Ressourcenschutz / Biodiversität

Die Referentinnen und Referenten kommen auch an Ihre Schule oder in Ihre Einrichtung. Die Bildungsveranstaltungen können auch auf Englisch, Französisch, Spanisch oder Portugiesisch erfolgen.

Unsere Angebote

  • Wir vermitteln zurückgekehrte Fachkräfte aus der Entwicklungs­zusammenarbeit, Freiwillige und Menschen aus Ländern des Globalen Südens für Bildungsveranstaltungen oder Veranstaltungen rund um die Eine Welt. Die Referentinnen und Referenten berichten authentisch über ihre Erfahrungen aus erster Hand und machen deutlich, wie wir täglich in Verbindung mit anderen Regionen der Welt stehen. Ziel des Globalen Lernens ist es, die Teilnehmenden zur Gestaltung der Weltgesellschaft zu ermutigen/ befähigen. Sie sollen aktiv, verantwortungsvoll und nachhaltig mitwirken.
  • Fort- und Weiterbildung zu Globalem Lernen: Wir bieten Lehrenden, Erzieherinnen und Erziehern sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren konkrete inhaltliche und methodische Anregungen für ihre pädagogische Praxis. Das gilt für verschiedene Fachbereiche wie Ethik, Religion und Fremdsprachen.
  • Wir stellen Unterrichtsmaterial für verschiedene Klassenstufen vor. Auch besteht die Möglichkeit, Referentinnen und Referenten von BtE in den Unterricht einzubeziehen. Gerne kommen wir in Fachkonferenzen und zu Studientagen.

Die Bildungsveranstaltungen des Globalen Lernens richten sich an alle Bildungseinrichtungen von der Kita (ab 4 Jahren), Grundschule, Sekundarschule, Berufsschule, Volkshochschule, Universität, Einrichtungen der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung bis zu Seniorinnen- und Senioreneinrichtungen und anderen interessierten Organisationen wie Kultur- oder Umweltverbände.

Konkrete Veranstaltungs­beispiele

Entwicklungs­zusammenarbeit – wie sieht sie konkret aus?
Menschen betrachten eine große Erdkugel auf dem Boden.
Zurückgekehrte Fachkräfte aus der Entwicklungs­zusammenarbeit erzählen von persönlichen Erfahrungen.

Zurückgekehrte Fachkräfte aus der Entwicklungs­zusammenarbeit berichten über ihre Arbeit und persönliche Erfahrungen. Sie waren in afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern und in einer Vielzahl von beruflichen Zusammenhängen tätig. So können sie professionell Themen wie z.B. Fairer Handel, (Öko-)Tourismus, HIV/Aids-Prävention, Umwelt- und Ressourcenschutz, Landflucht, Stadtentwicklung und Genderfragen vermitteln. Aufgaben und Ziele der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit kennen sie aus eigener Anschauung. Die Bedeutung globaler Zusammenhänge haben sie in ihren Partnerländern erlebt.

Die Referentinnen und Referenten führen die Veranstaltungen im Sinne des Globalen Lernens handlungsorientiert und aktivierend durch. Im Workshop werden die Lernenden in die Lage versetzt, Informationen über Entwicklungs­zusammenarbeit zu beschaffen und themenbezogen zu verarbeiten. Sie unterscheiden verschiedene Handlungsebenen und erkennen ihre jeweilige Funktion für Entwicklungsprozesse. Sie erhalten die Möglichkeit der kritischen Reflexion und können dadurch zu Globalisierungs- und Entwicklungsfragen Stellung beziehen. Die kritische Beurteilung von Entwicklungs­maßnahmen ist eine Einladung zu Solidarität und Mitverantwortung.

Zielgruppe: Klassen 10 bis 13
Unterrichtsfächer: Geografie, Politikwissenschaft, Biologie, Ethik
Dauer: 2 bis 4 Zeitstunden

Menschen auf der Flucht
Menschen protestieren auf der Straße und halten ein großes Protestschild
Aufnahme während der we will come united Demo in Hamburg 2019

Warum verlassen so viele Menschen aus dem Globalen Süden das eigene Zuhause auf der Suche nach einem besseren Leben? Was haben die Länder des Globalen Nordens damit zu tun? Ausgehend von der eigenen Geschichte arbeiten wir mögliche Gründe heraus. Thematisiert wird auch, wie es denjenigen ergeht, die bis nach Europa gelangen. Warum dürfen einige bleiben und andere nicht?

Mit handlungsorientierten und aktivierenden Methoden werden Schülerinnen und Schüler für das Thema sensibilisiert. Die Perspektiven werden gewechselt und Empathie für Geflüchtete entwickelt, um differenziert zu urteilen und Positionen zu überprüfen.

Zielgruppe: Klassen 7 bis 13

Unterrichtsfächer: Geografie, Politikwissenschaft, Ethik

Dauer: 2 bis 4 Zeitstunden

Schokolade frisch vom Baum? Kakao, von der Ernte bis zur Schokolade:
Eine geöffnete Kakaofrucht
Eine geöffnete Kakaofrucht aus Bolivien. Die Kakaosamen schmecken ganz anders als erwartet.

Was passiert auf dem Weg von der Kakaofrucht bis zur Schokolade? Wie sieht es in einem Kakao-Anbauland aus? Ist der Alltag dort so ganz anders als in Deutschland? Welche Rolle spielt Kakao im alltäglichen Leben der Menschen? Wer verdient wie viel an meinem Schoko-Riegel? Was heißt dabei fair?

Die Prinzipien des fairen Handels werden besprochen und was jede und jeder für eine faire Welt tun kann. Wie aus Kakao Schokolade wird? Wir probieren es aus! Im Workshop werden die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, sich Informationen zu Fragen der Globalisierung zu beschaffen und themenbezogen zu verarbeiten. Sie machen sich Lebens- und Produktionsbedingungen im Anbauland des Kakaos bewusst, würdigen und reflektieren diese, und haben so die Möglichkeit ihr eigenes Konsumverhalten zu überprüfen und zu korrigieren.

Zielgruppe: Klassen 3 bis 10
Unterrichtsfächer: Sachkunde, Geografie, Biologie, Sozialkunde, Ethik
Dauer: 3 bis 4 Zeitstunden

"Wenn du trinkst, dann denk auch an die Quelle"

…, so heißt es in einem afrikanischen Sprichwort. Hierin steckt nicht nur die Wertschätzung, sondern auch die Mahnung, sorgfältig mit dem lebensrettenden Trinkwasser umzugehen. In vielen Gebieten führen lange Dürreperioden zu Wassermangel, der wiederum zu Ernteausfällen führt und schließlich zu Hungersnöten. Wasserknappheit und Trinkwasserverschmutzung sind aber nicht nur ein Problem der Länder des globalen Südens, sondern auch des globalen Nordens. Daher müssen wir die Verantwortung teilen und gemeinsam dafür sorgen, dass alle Bewohner dieser Einen Welt Trinkwasserzugang haben.

Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, das Thema Trinkwasser und Klima in seiner Vielzahl von Aspekten zu erfahren. Der Workshop bietet spielerische Lernmethoden wie Rätsel, Sprichwörter, Bilder, Wasserparcours, Wasserkreislauf, Rollenspiel etc. an, mit deren Hilfe die Lernenden sich Informationen beschaffen, Wasserknappheit und Trinkwasserverschmutzung erkennen und analysieren sowie unterschiedliche Handlungsebenen unterscheiden. Anschließend wird der tägliche Wasserverbrauch in sichtbarer und unsichtbarer Form reflektiert. Das Bewusstwerden der globalen und klimatischen Verflechtung hilft, Lösungsansätze für zukünftiges Handeln zu formulieren.

Zielgruppe: Klassen 1 bis 10

Unterrichtsfächer: Sachkunde, Geographie, Ethik, Englisch, Französisch, Spanisch

Dauer: 3 bis 4 Zeitstunden

Wie leben Kinder und Jugendliche anderswo?
Weltkarte mit Portraits und Infos von fünf Menschen von fünf Kontinenten
Einblick in Lebenswelten in Tansania, Bolivien und auf den Philippinen.

Referentinnen und Referenten aus Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas sowie Fachkräfte aus der Entwicklungs­zusammenarbeit bringen das Leben in ihren Heimat- oder Gastländern nahe. Wie läuft der Alltag zum Beispiel in Kamerun ab? Wer gehört zur Familie? Welche Aufgaben haben Mädchen und Jungen? Wer geht zur Schule und was lernt man dort? Welche Rolle spielt Musik und Kunst im Alltag? Was muss ich können, wenn ich nur sehr wenig Geld zur Verfügung habe? Welche Spiele kennen Kinder anderswo und machen die uns auch Spaß?

Die Referentinnen und Referenten führen die Veranstaltungen im Sinne des Globalen Lernens ganzheitlich und aktivierend durch. Im Workshop erkennen die Teilnehmenden die soziokulturelle und natürliche Vielfalt in der einen Welt. Sie nehmen Perspektiven der Kinder aus anderen Ländern ein und machen sich andere Werteorientierungen in ihrer Bedeutung für die Lebensgestaltung bewusst, sie würdigen diese und reflektieren darüber. Durch den Workshop bekommen sie die Möglichkeit, soziokulturelle und interessenbestimmte Barrieren in der Kommunikation zu überwinden und zu Konfliktlösungen beizutragen.

Zielgruppe: Klassen 1 bis 10

Unterrichtsfächer: Sachkunde, Gesellschaftswissenschaften, Geographie, Ethik, Musik, Kunst, Moderne Fremdsprachen

Dauer: 3 bis 4 Zeitstunden

Die Auswirkungen des Klimawandels – welche Möglichkeiten gibt es, sie positiv zu gestalten?
Zwei Männer entnehmen Wasserproben aus einem Fluss
Wasserproben aus dem Tana Fluss in Kenia

Es gibt keinen Zweifel, dass der Klimawandel und die damit verbundenen Auswirkungen wie z.B. Wasserknappheit und Nahrungsmangel eine große Rolle für die Konflikte in der Welt spielen. Ist es aber nicht sinnvoller, statt Kriege zu führen, den Menschen Werkzeuge an die Hand zu geben, sich nachhaltig und langfristig mit Nahrung und Wasser zu versorgen? Und wie können solche nachhaltigen Projekte aussehen?

An aktuellen Beispielen der Entwicklungs­zusammenarbeit von am Menschen zentrierten Methoden werden Szenarien für eine bessere und gerechtere Zukunft entworfen. Die Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, Globalisierungsprozesse zu analysieren und unterschiedliche Handlungsebenen zu erkennen. Orientiert am Leitbild nachhaltiger Entwicklung und an den Menschenrechten sind sie aufgefordert, zu reflektieren und Stellung zu beziehen.

Zielgruppe: Klassen 7 bis 13

Unterrichtsfächer: Ethik, Geografie, Politikwissenschaften, Deutsch

Dauer: 3 bis 4 Zeitstunden

Antirassismus-Workshop

„Rassismus? Den gibt es bei uns nicht!“, ist die Meinung vieler Schülerinnen und Schülern, Erzieherinnen und Erziehern und Lehrkräften. Aber stimmt das? Ist Rassismus ausschließlich ein Phänomen rechter Randgruppen? Oder vielmehr seit der Kolonialisierung festgeschrieben in den Machtstrukturen der westlichen Gesellschaft?

Der Workshop richtet sich an vielfältige Klassen- bzw. Kursgemeinschaften und will sowohl Macht und Privilegien der weißen Mehrheitsgesellschaft als auch alltägliche und strukturelle Diskriminierungs­erfahrungen von People of color* bewusst machen. Es wird handlungsorientiert und aktivierend u.a mit Methoden der Sensibilisierung, der Irritation und der Positionierung gearbeitet. Im Workshop können Teilnehmende Informationen über strukturellen Rassismus beschaffen und themenbezogen verarbeiten. Sie erhalten die Möglichkeit des Perspektivenwechsels und können Macht und Privilegien kritisch reflektieren und dazu Stellung beziehen. Der Workshop bietet weiterhin die Möglichkeit, bewusstes Handeln im Kontext von Schule abzuleiten.

* Person of color (Plural: people of color) ist ein Begriff für Menschen, die gegenüber der weißen Mehrheitsgesellschaft als nicht-weiß gelten und sich wegen ethnischer Zuschreibungen („Sichtbarkeit“) alltäglichen, institutionellen und anderen Formen des Rassismus ausgesetzt sehen.

Zielgruppe: Klassen 7 bis 13

Unterrichtsfächer: Ethik, Geschichte, Deutsch

Dauer: 4 Zeitstunden und mehr

Lernen am außerschulischen Lernort
Ein Mann steht in der Küche und lacht in die Kamera.
Akil Azzam in der Küche des Pangea-Hauses

Raus aus der Schule! Für BtE-Veranstaltungen an außerschulischen Lernorten stehen im Pangea-Haus in Berlin-Wilmersdorf zwei gut ausgestattete Veranstaltungsräume und eine Küche zur Verfügung. Die Veranstaltungen umfassen in der Regel einen Zeitraum von drei bis vier Stunden. Auch mehrtägige Veranstaltungen sind möglich.

Video zum Schulprogramm Berlin

Eine Auswahl unserer Kooperationspartner in Berlin