Schule/Baden-Württemberg

Seit 2017 hat das Thomas-Strittmatter-Gymnasium in Sankt Georgen ein CHAT der WELTEN-Projekt mit Kolumbien. Die Schule hat dafür sogar den ENSA-Preis des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik gewonnen. Schauen Sie, was Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen sowie die Schulleitung über den CHAT der WELTEN sagen.

Lehrer/Saarland

Die Schülerinnen und Schüler wollten mehr über das Leben in anderen Ländern und Kulturen erfahren und haben dementsprechend auch sehr konzentriert zugehört. Es war eine besondere Situation. Sie hatten großes Interesse daran, dass jemand aus einem anderen Land direkt mit ihnen kommuniziert. Was sie hörten, berührte sie nicht nur, sondern veränderte ihre Wahrnehmung. Ein wertvolles Projekt.

Schülerin/7. Klasse

Es war ein tolles Gefühl mit Gleichaltrigen von so weit weg zu sprechen. Ich hätte nie gedacht, dass sie so unglaublich viele Sprachen sprechen. Ich fand den CHAT der WELTEN sehr interessant, ich habe vieles dazu gelernt und fand es sehr toll.

Sozialpädagogin/Brandenburg

Als Besonderheit des CHAT der WELTEN-Projektes habe ich die Nähe zu den Betroffenen und den CHAT-Partnerinnen und -Partnern erlebt. Die Auseinandersetzung mit einer reellen Person ist immer nachhaltiger als ein Gespräch „über“ eine Person. Nun sind wir in Kontakt mit einer CHAT-Partnerin von einer internationalen Flüchtlingsorganisation und planen Aktivitäten mit Asylsuchenden in unserer Nachbarschaft.

Schüler/7. Klasse

Die Möglichkeit mit Menschen in den Kontakt zu kommen, die sehr weit weg wohnen, ist sehr gut. Es ist interessant zu sehen wie es dort aussieht, die Räume sahen beispielsweise ganz anders als gedacht aus. Es war aufregend, dass man neue fremde Leute kennenlernt.

Referentin CHAT der WELTEN

Der Perspektivenwechsel ist mir sehr wichtig und, dass sich die Schulklasse hier in Deutschland mit anderen Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe und direkt ohne Vermittler begegnen und austauschen können.

Referentin CHAT der WELTEN

Ich finde den CHAT ganz schön, weil man die Perspektive aus dem Globalen Süden mit ins Klassenzimmer holt. Und ich finde, mit Technik zu arbeiten, sei es den Schülerinnen und Schülern Tablets zu geben oder den live CHAT durchzuführen, das wird von ihnen nochmal ganz anders aufgenommen.

Studentin im Praxissemester

Ein CHAT der WELTEN-Projekt ergänzt den Unterricht insofern, da es meiner Meinung nach interkulturelle Kompetenzen vermittelt und ich denke, dass das in der heutigen Zeit ein wichtigeres Thema ist denn je. Man muss Jugendliche und die Kinder sensibilisieren, sich mit Menschen mit Fluchterfahrung auseinanderzusetzen und das kommt nicht durch den normalen Unterricht, den es in der Schule gibt. Dazu braucht es auch solche Projekte meiner Meinung nach.

Schüler/7. Klasse

Das Projekt sollten auch andere Schulen und Klassen durchführen, weil ich mich frage, warum viele Leute gegen Asylbewerber sind. Ich wünsche mir, dass Menschen, die Asyl beantragen, ein normales Leben in Deutschland führen, zur Schule und arbeiten gehen können.

Schülerin/8. Klasse

Unsere Chat-Partner haben offen über sich erzählt und viel gefragt. Wir haben uns über persönliche Dinge ausgetauscht: wie wir leben, wie die Schule ist, unsere Hobbys – aber auch über die politische Situation und unsere WM-Favoriten. Überrascht hat mich, dass die Brasilianer sehr am Geschehen in Deutschland interessiert sind.